Zeit haben

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Ich bin da. Meine Handlungen sind gegenwärtig, doch man sollte nicht versuchen nach der Gegenwart zu greifen.

Ich hebe die Hand. Während mein Gehirn den Befehl zum Heben der Hand an die Muskeln weitergibt liegt die Bewegung noch in der Zukunft und wenn es realisiert, dass ich meine Hand wirklich gehoben habe, liegt die Bewegung bereits in der Vergangenheit.

Wo finde ich also die Gegenwart?

Ist sie ein Zwischenstadium aller Handlungen das niemand von uns realisiert? Demnach würden wir noch in der Zukunft denken aber in der Vergangenheit leben.

Wer die Gegenwart kennt, herrscht über die Zeit. Uhren ticken… in der Vergangenheit. Bis das Echo mich erreicht ist die Sekunde schon verflogen.

Es ist nicht schön in einem Geschichtsbuch zu leben. Die Zukunft ist eine dickflüssige Masse die sich ständig ändert aber auch nie begriffen werden kann. Zu viele Entscheidungen verformen sie. Entscheidungen die wir erst bemerken wenn sie längst vergangen sind. Wie sollten unsere Gedanken verfasst sein? „Ich hebe die Hand“? oder „Ich werde gleich meine Hand heben“? oder gar „ich werde gleich meine Hand gehoben haben“?

Es ist ein Teufelskreis.

„Ich werde gleich denken, gedacht zu haben, dass ich verrückt geworden bin“.